Kategorie-Archiv: Regionales

BI Hof schreibt an den Stadtrat

Testfelder für “Autonomes Fahren” in der Kritik

Die Bürgerinitiative Mobilfunk Hof schrieb Ende Februar 2020 einen offenen Brief an den Hofer Stadtrat und den Oberbürgermeister. Die Mobilfunkkritiker wollen vermeiden, dass die Stadt Hof und die umliegende Region zum Testgebiet für autonom fahrende Busse erklärt wird.
Bekanntlich müssen die führerlosen Busse permanent mit dem Internet in Verbindung stehen, um sicher ans Ziel zu kommen. Zur Bewältigung dieser riesigen Datenmengen wird der neue Mobilfunkstandard “5G” benötigt.
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Vortrag von Professor Buchner in Bamberg

Professor Buchner in Bamberg

Klaus Buchner sprach in Bamberg vor hundert Zuhörern / rechts im Bild: reges Interesse an Informationen

ÖDP lud zu der Veranstaltung ein

Das Thema 5G interessiert weit über die Grenzen Bambergs hinaus. Unter die etwa hundert Besucher mischten sich auch Interessierte aus Unter- und Mittelfranken. Eingeladen hatte die örtliche ÖDP. Deren Kreisvorsitzender Raphael Grimm aus Oberhaid ermunterte die einheimischen Bürgerinitiativen dazu, ihr Informationsmaterial auf einem Tisch im Eingangsbereich auszulegen. Auch Netzwerk Risiko Mobilfunk Oberfranken (NRMO) nutzte diese Gelegenheit und präsentierte die neueste Ausgabe der Mitgliederschrift “Grenzwert”. Mit dabei waren auch die Bamberger Initiativen “Stopp-5G-Bamberg” und “Stopp-5G-Stegaurach”.
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Über 900 Mobilfunkantennen in Bayreuth

Mobilfunksendeanlagen in Bayreuth

Mobilfunkstandorte und Antennen in Bayreuth von 2006 bis 2019

Umweltschutzbericht der Stadt Bayreuth verschweigt die deutliche Zunahme

Alle zwei Jahre veröffentlicht die Stadt Bayreuth einen ausführlichen Umweltschutzbericht. Dem Thema Mobilfunk räumen die Autoren ein eigenes Kapitel ein, versuchen aber darin, das Risiko klein zu reden. Die Anzahl der Antennenstandorte habe sich nicht erhöht, ist die Aussage und damit gäbe es keinen Anlass für einen “Runden Tisch Mobilfunk”. Im Bericht wird aber verschwiegen, dass die Anzahl der Sendeantennen auf den derzeit neunzig Standorten im Stadtgebiet von 360 im Jahr 2006 auf 902 im aktuellen Jahr gestiegen ist. Mittlerweile sind drei Generationen von Funktechnik auf jedem Standort installiert (GSM, UMTS, LTE). Die letzte Immissionsmessung datiert aus dem Jahr 2010. Einige Standorte wiesen damals bedenklich hohe elektromagnetische Felder auf. Würde man den Schweizer Anlagenwert zu Grunde legen, der um den Faktor zehn niedriger liegt, dürften diese Anlagen in Bayreuth nicht betrieben werden. Seither wurden keine weiteren Messungen veranlasst, da man davon ausgehen kann, dass der extrem hohe Grenzwert in Deutschland auf jeden Fall eingehalten wird.
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Bürger aus Schwarzach beantragen ein Mobilfunkkonzept

Vortrag von Uli Weiner in Schwarzach

Organisator Frank Müller stellt Uli Weiner dem Publikum vor

Die neu gegründete Initiative sucht das Gespräch mit dem Bürgermeister

Aus dem Protest gegen einen Sendemast im Zentrum von Schwarzach hat sich nun die “Initiative Mobilfunk” gegründet. Das Ziel wurde klar formuliert: die Gemeinde Mainleus soll ein kommunales Mobilfunkkonzept erstellen und damit für eine minimale Strahlenbelastung sorgen. In der Zwischenzeit sollen regelmäßig Gespräche zwischen Gemeindeverwaltung und Bürgerinitiative stattfinden. Bürgermeister Robert Bosch zeigt sich bisher für das Thema aufgeschlossen. Am 16. Juli 2019 lud er zu einem Bürgerinformationsabend in die Gaststätte Fränkischer Hof in Mainleus ein. Mit einer Liste von 170 Unterschriften verlieh Rainer Witzgall von der “Initiative Mobilfunk” dem Anliegen Nachdruck. Die nächste Gesprächsrunde mit dem Bürgermeister soll schon am 15. Oktober 2019 stattfinden. In der Zwischenzeit holte die Initiative den Mobilfunkkritiker Uli Weiner zu einem Vortrag nach Schwarzach.
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Hohe Mobilfunkbelastung in der August-Mohl-Straße

Mobilfunksender August-Mohl-Straße

Mobilfunkstandort in der August-Mohl-Straße in Hof sorgt für überdurchnittlich hohe elektromagnetische Felder

Beispiel für einen ungünstigen Mobilfunkstandort in Hof

Der Ortsteil Münster liegt im Süd-Westen von Hof und doch zentrumsnah, nicht weit entfernt von der Ernst-Reuter-Staße. Im Jahr 2015 hat die Stadt Hof einen Mobilfunkstandort in diesem Mischgebiet bestehend aus Einzelhandel und Wohnbebauung genehmigt. Messungen rund um den Standortort August-Mohl-Straße (Standortnummer: 671283) haben nun gezeigt, dass die Immissionen von elektromagnetischen Feldern überdurchschnittlich hoch sind. So wurden in einer Wohnung in der Blücherstraße im dritten Obergeschoss im Freien 60.000 Mikrowatt je Quadratmeter (µW/m²) gemessen. Umgerechnet in elektrische Feldstärke errechnet sich ein Wert von 4,8 Volt je Meter; dies entspricht rund 12% des deutschen Grenzwerts. Im Mittel werden an Standorten in Bayern etwa 2,2% vom Grenzwert gemessen. Auf der Station August-Mohl-Straße befinden sich Antennen für GSM, UMTS und LTE-Funktechnik.
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Bürgerprotest in Schwarzach kippte die Standortentscheidung

Schwarzach will keinen Sender im Ortszentrum

Ein Funkmast sollte in der Ortsmitte gebaut werden

Im Herbst 2018 hatte es bereits im unterfränkischen Stockheim massive Proteste gegen einen Sendenmasten mitten im Ort gegeben. Inwischen fand in dem kleinen Dorf in der bayerischen Rhön ein Bürgerbegehren mit erfreulichen Ausgang für die Mobilfunkgegner statt: 316 von 574 Bürgern stimmten gengen den Funkmast in der Ortsmitte (65%). Kürzlich schreckten auch die Bewohner in Schwarzach auf: ein Funkturm der Telekom sollte im Zentrum platziert werden.
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Mobilfunkkonzept Hof – ein schief sitzendes Korsett

Diskussionsbedarf bezüglich Ausschreibungstext

Jahrelang hatte sich die Bürgerinitiative Mobilfunk Hof und die FAB-Fraktion im Stadtrat um ein kommunales Mobilfunkkonzept bemüht. Im Oktober 2018 sollte plötzlich alles sehr schnell gehen. Mit Unterstützung des Landesamts für Umwelt (LfU) legte das Stadtplanungsamt Hof dem Bauausschuss ein Ausschreibungskonzept vor, nach welchem eine Fachfirma für die Immissionsmessungen und die Standortplanung zu suchen wäre. Im September 2018 hatte der Stadtrat im Rahmen eines Nachtragshaushalts Mittel für die Erstellung eines Mobilfunkkonzepts bereit gestellt.
Die Bürgerinitiative zog nach Kenntnisnahme des Konzepts Rechtsanwalt Dr. Wolf Herkner zur Beratung hinzu. Dieser kam zu dem Ergebnis, dass die Vorgaben der Verwaltung ein “schief sitzendes Korsett” seien, das am ehesten noch den Netzbetreibern gefallen würde.
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Bürgermeister löst Unterschriftenaktion aus

Stockheim

Ein Sender soll in die Ortsmitte kommen

Ein Beispiel aus Stockheim in Unterfranken zeigt auf, wie das Schließen von Funklöchern nicht praktiziert werden sollte

Eine Bewohnerin von Stockheim schrieb an NRMO, wie der Bürgermeister und der Gemeinderat kurzerhand einen Mobilfunksender auf das Rathaus in der Ortsmitte setzen wollten. Einige Bürger der 1100-Seelen-Gemeinde am Fuße der bayerischen Rhön hatten über einen schlechten Handyempfang geklagt. Da kam dem Bürgermeister die Funkloch-Initiative der Bayerischen Staatsregierung gerade recht. Er nahm Kontakt mit der Telekom auf. Der Betreiber schlug sogleich den optimalen Standort vor: zentral in der Ortsmitte. Noch vor der Gemeinderatssitzung im Juli 2018 kam es zum Aufschrei der betroffenen Anwohner. Eine kleine Bürgerinitiative gründete sich und sammelte spontan 180 Unterschriften im Ort. Bürgermeister Martin Link zeigte sich beeindruckt. Weiterlesen

Vodafone baut jetzt doch in Hollfeld

Mobilfunksender in HollfeldJahrelang hatte sich Vodafone geziert, einen Standort außerhalb der Wohnbebauung zu verwenden. Vielmehr teilte man der Kommune offen mit, dass der Betreiber am weiteren Mobilfunkausbau nicht interessiert sei.
Zur Vorgeschichte: Hollfeld wollte nach dem Abbau einer Sendeanlage keinen neuen Mobilfunksender innerorts zulassen und hatte vor dem Amtsgericht geklagt. Als Folge verdonnerte der Richter die Gemeinde dazu, ein Mobilfunkgutachten in Auftrag zu geben. Die Gemeinde nahm dafür 15.000 Euro in die Hand und hatte dadurch die Möglichkeit, seinerseits geeignete Standorte vorzuschlagen. Vodafone reagierte beleidigt und gab an, “seine Investitionsmittel in andere Regionen des Freistaats zu verlagern”.
Wie der Nordbayerischer Kurier am 24.1.18 mitteilte, schwenkt der Mobilfunkriese nun um. Eine Sendeanlage soll am westlichen Ortsrand im Abstand von fünfhundert Metern zur Wohnbebauung auf einem staatlichen Gebäude errichtet werden.

Weihnachtsfeier der BI Mobilfunk Hof mit interessanten Beiträgen

Marianne Günther, Sprecherin der Bürgerinitiative Hof, hatte die Mitglieder am 28.11.17 in die Gaststätte „Neustadt“ zur weihnachtlichen Feier eingeladen. Bei einem gemeinsamen Abendessen mahnte sie ebenso Fortschritte bei der Umsetzung eines Mobilfunkkonzepts in der Stadt Hof an wie bei der Aufklärung von Jugendlichen im Umgang mit dem Smartphone.
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