Kategorie-Archiv: Regionales

Mobilfunkkonzept Hof ein schief sitzendes Korsett

Diskussionsbedarf bezüglich Ausschreibungstext

Jahrelang hatte sich die Bürgerinitiative Mobilfunk Hof und die FAB-Fraktion im Stadtrat um ein kommunales Mobilfunkkonzept bemüht. Im Oktober 2018 sollte plötzlich alles sehr schnell gehen. Mit Unterstützung des Landesamts für Umwelt (LfU) legte das Stadtplanungsamt Hof dem Bauausschuss ein Ausschreibungskonzept vor, nach welchem eine Fachfirma für die Immissionsmessungen und die Standortplanung zu suchen wäre. Im September 2018 hatte der Stadtrat im Rahmen eines Nachtragshaushalts Mittel für die Erstellung eines Mobilfunkkonzepts bereit gestellt.
Die Bürgerinitiative zog nach Kenntnisnahme des Konzepts Rechtsanwalt Dr. Wolf Herkner zur Beratung hinzu. Dieser kam zu dem Ergebnis, dass die Vorgaben der Verwaltung ein “schief sitzendes Korsett” seien, das am ehesten noch den Netzbetreibern gefallen würde.
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Bürgermeister löst Unterschriftenaktion aus

Stockheim

Ein Sender soll in die Ortsmitte kommen

Ein Beispiel aus Stockheim in Unterfranken zeigt auf, wie das Schließen von Funklöchern nicht praktiziert werden sollte

Eine Bewohnerin von Stockheim schrieb an NRMO, wie der Bürgermeister und der Gemeinderat kurzerhand einen Mobilfunksender auf das Rathaus in der Ortsmitte setzen wollten. Einige Bürger der 1100-Seelen-Gemeinde am Fuße der bayerischen Rhön hatten über einen schlechten Handyempfang geklagt. Da kam dem Bürgermeister die Funkloch-Initiative der Bayerischen Staatsregierung gerade recht. Er nahm Kontakt mit der Telekom auf. Der Betreiber schlug sogleich den optimalen Standort vor: zentral in der Ortsmitte. Noch vor der Gemeinderatssitzung im Juli 2018 kam es zum Aufschrei der betroffenen Anwohner. Eine kleine Bürgerinitiative gründete sich und sammelte spontan 180 Unterschriften im Ort. Bürgermeister Martin Link zeigte sich beeindruckt. Weiterlesen

Vodafone baut jetzt doch in Hollfeld

Mobilfunksender in HollfeldJahrelang hatte sich Vodafone geziert, einen Standort außerhalb der Wohnbebauung zu verwenden. Vielmehr teilte man der Kommune offen mit, dass der Betreiber am weiteren Mobilfunkausbau nicht interessiert sei.
Zur Vorgeschichte: Hollfeld wollte nach dem Abbau einer Sendeanlage keinen neuen Mobilfunksender innerorts zulassen und hatte vor dem Amtsgericht geklagt. Als Folge verdonnerte der Richter die Gemeinde dazu, ein Mobilfunkgutachten in Auftrag zu geben. Die Gemeinde nahm dafür 15.000 Euro in die Hand und hatte dadurch die Möglichkeit, seinerseits geeignete Standorte vorzuschlagen. Vodafone reagierte beleidigt und gab an, “seine Investitionsmittel in andere Regionen des Freistaats zu verlagern”.
Wie der Nordbayerischer Kurier am 24.1.18 mitteilte, schwenkt der Mobilfunkriese nun um. Eine Sendeanlage soll am westlichen Ortsrand im Abstand von fünfhundert Metern zur Wohnbebauung auf einem staatlichen Gebäude errichtet werden.

Weihnachtsfeier der BI Mobilfunk Hof mit interessanten Beiträgen

Marianne Günther, Sprecherin der Bürgerinitiative Hof, hatte die Mitglieder am 28.11.17 in die Gaststätte „Neustadt“ zur weihnachtlichen Feier eingeladen. Bei einem gemeinsamen Abendessen mahnte sie ebenso Fortschritte bei der Umsetzung eines Mobilfunkkonzepts in der Stadt Hof an wie bei der Aufklärung von Jugendlichen im Umgang mit dem Smartphone.
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Schnurlostelefone und Router mit Bedacht auswählen

Vortrag von Dr. Martin Virnich

Der Baubiologe und Elektroingenieur Dr. Virnich beim Vortrag in Altenkunstadt

Fachmann für Mobilfunktechnik hielt Vortrag in Altenkunstadt

Die Bürgerinitiative Mobilfunkstandort Altenkunstadt hatte am 23.5.2017 einen Fachmann für elektromagnetische Felder in die Gaststätte “Zum Preußla” eingeladen. Der Baubiologe Dr.-Ing. Martin H. Virnich referierte zum Thema Elektrosmog mit dem Schwerpunkt “Strahlungsarme Indoor-Versorgung”. Rund hundert Besucher erfuhren Details über die Auswahl von strahlungsarmen Schnurlostelefonen und die Vermeidung von Funkwellen bei der Anschaffung von Routern bei Umstellung von ISDN- auf IP-Telefonie (IP = Internet Protokoll). Für einge Zuhörer war die technische Kost zu schwer verdaulich. Sie hatten sich einfache Lösungen bei der Vermeidung von Elektrosmog in den eigenen vier Wänden erhofft.
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Vortrag von Dr. Monika Krout in Bayreuth

Dr. Monika Krout mit Franz Mayerhofer

Dr. med. Monika Krout mit Tagungsleiter Franz Mayerhofer

Vorstandsmitglied der Kompetenzinitiative spricht im Lindenhof

Netzwerk Risiko Mobilfunk Oberfranken unterstützt gerne die jährliche Vortragsreihe der Arbeitsgemeinschaft Wohn- und Baubiologen in Bayreuth, denn Tagungsleiter Franz Mayerhofer gelingt es immer wieder, hochkarätige Referenten zum Thema Elektrosmog einzuladen. Am Freitag, dem 19. Mai, war die Ärztin Dr. Monika Krout (Kruut gesprochen) aus Aachen im Umweltschutzinformationszentrum Lindenhof zu Gast.
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Bayerischer Rundfunk verlegt umstrittenen Sender auf das Labyrinth

(Hof) Der Bayerische Rundfunk will den umstrittenen Standort an der Hohensaas in Hof innerhalb der nächsten Monate aufgeben. Diese Pressemeldung erfreut die geplagten Nachbarn rund um den digitalen Rundfunksender. Seit der Inbetriebnahme Anfang 2015 gab es technische Störungen, z.B. an Garagentoren oder bei Bundeswehreinrichtungen. Die direkten Nachbarn klagten über eine Zunahme von gesundheitlichen Problemen. Allerdings befürchten jetzt die Bewohner, die unterhalb des Theresiensteins wohnen, eine erhöhte Funkbelastung nach Verlegung des DAB-Senders.
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Mobilfunknähe schockiert Familie Krantz

Der Mobilfunksender im Hintergrund ist allgegenwärtig

Der Mobilfunksender (im Hintergrund) ist allgegenwärtig – Emmi Zeulner dritte von rechts

(Kulmbach) Jetzt ist der Mobilfunksender auf dem Gebäude der Wohnungsbaugenossenschaft im Stadtteil Mangersreuth Realität. Vom Garten und vom Küchenfenster aus gesehen türmt sich das Ungetüm seit Juli 2016 in einer Entfernung von dreißig Metern vor Familie Krantz auf. In Betrieb gegangen war der Sender zum Zeitpunkt der Fotoaufnahme noch nicht. Aber dies ist nur eine Frage der Zeit. Bernd-Jürgen Krantz lässt nichts unversucht, sich gegen den Senderstandort zu wehren. Unterstützung kommt aus einem anderen Kulmbacher Stadtteil: in der Blaich wohnt Familie Deichsel. Ihr gegenüber thront jetzt ebenfalls ein Sendemast der Telekom, nur einige Meter weiter entfernt. Eigentümer des Grundstücks ist ebenfalls die Wohnungsbaugenossenschaft Kulmbach.
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Bayern will Funklöcher mit Steuermitteln stopfen

Der bayerische Staat will Mobilfunkbetreibern finanziell unter die Arme greifen, wenn diese schwach besiedelte ländliche Gebiete mit Standorten versorgen.
Die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner (CSU) führt als Beispiele für unterversorgte Gebiete die Kommunen Oberlangheim (Lichtenfels) und Grafendobrach (Kulmbach) an. “Der ländliche Raum muss lebenswert bleiben. Dazu gehört in der heutigen Zeit eine gesicherte Mobilfunkversorgung”, teilte Zeulner bei zwei Ortsterminen mit.
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