Mobilfunkstudien

Die nachfolgende Übersicht wissenschaftlicher Mobilfunkstudien ist keineswegs vollständig. Verweise auf weitere Studien nimmt NRMO gerne auf. Mehr Informationen unter www.emf-portal.de (nur noch bis 27.11.2017 aktualisiert)

Studie-8: Statistischer Zusammenhang zwischen Kopfschmerzen und mobilem Telefonieren

Autoren: Jing Wang, Hui Su, Wei Xie & Shengyuan Yu (alle Department of Neurology, Chinese PLA General Hospital, Beijing, 100853, PR China), erhalten am 21.6.2017, akzeptiert am 15.9.2017, veröffentlicht am 3.10.2017 // Veröffentlicht in der Zeitschrift “Nature / Scientific Reports https://www.nature.com/articles/s41598-017-12802-9
Kurzbeschreibung des Inhalts:
Kopfschmerzen werden zunehmend als schädlicher Effekt der Verwendung von Mobiltelefonen (MT) gemeldet. Jedoch erbrachten bisherige Studien, die den Zusammenhang zwischen MT und Kopfschmerz untersuchten, widersprüchliche Ergebnisse. Um die Konsistenz der Daten zu dem Thema zu beurteilen, führten eine Forschergruppe um den Chinesen Jing Wang eine systematische Überprüfung und Meta-Analyse der verfügbaren Querschnittsstudien durch. Veröffentlichte Literatur aus PubMed und anderen Datenbanken wurde abgerufen und gescreent, und sieben Querschnittsstudien wurden schließlich in diese Meta-Analyse aufgenommen. Die Forscher fanden heraus, dass das Kopfschmerzrisiko bei MT-Anwendern um 38% höher war als bei Nicht-MT-Anwendern (OR, 1,38; 95% CI, 1,18-1,61, p <0,001). "Unsere Daten zeigen, dass mobiles Telefonieren signifikant mit Kopfschmerzen verbunden ist", lautet das Fazit der Forscher.
Weiterlesen unter https://www.mobilfunk-oberfranken.de/2017/11/studie-findet-statistischen-zusammenhang-zwischen-kopfschmerzen-und-mobilem-telefonieren/
Schlüsselwörter: Kopfschmerzen, mobiles Telefonieren

Studie-7: Einseitige Baumschäden in der Nähe von Sendeanlagen

Autoren: Dr. Cornelia Waldmann-Selsam, Alfonso Balmori-de la Puente, Alfonso Balmoriso, Helmut Breunig
Veröffentlicht bei elsevier.com (wissenschaftliche Plattform) und emf-portal.de (Plattform für Studien zu Elektromagnetischen Feldern), Sept. 2016
Quelle: Baumstudie bei elsevier.com; bis 13.10.16 kostenlos oder Baumstudie bei elsevier.com (Kurzfassung)
Die Autoren kommen zu der Hypothese, dass elektromagnetische Felder von Mobilfunksendeanlagen verantwortlich für die einseitigen Baumschäden an den untersuchten Standorten in Bamberg und Hallstadt sind. Dr. Waldmann-Selsam erkannte bereits im Jahr 2006 Schädigungen an Bäumen in ihrer Heimatstadt Bamberg, die in der Nähe von Mobilfunkbasisstationen standen. In den folgenden Jahren erfolgten akribische Aufzeichnungen über den Schadenumfang, Fotodokumentationen und Immissionsmessungen. In die Studie flossen schließlich folgende Daten aus 2015 ein: sechzig geschädigte Bäume, dreißig zufällig ausgewählte Bäume und dreißig Bäume in Gebieten mit geringer Mobilfunkbefeldung. Vorab wurde an 144 Messstellen die Leistungsflussdichte in Mikrowatt je Quadratmeter ermittelt und in eine Landkarte eingezeichnet.
Die Studie zeigt folgende wichtige Erkenntnisse:
• Die Schädigung zeigt sich jeweils nur an einer Baumseite, unabhängig von der Himmelsrichtung
• Die Bäume sind nicht mit Insekten, Nematoden, Pilze, Bakterien oder Viren infiziert. Andere Umweltstressoren wie Hitze, Wassermangel oder Frost konnten ausgeschlossen werden.
• Vor der Inbetriebnahme der Antennen waren die Bäume gesund und waren normal gewachsen
• Die Schäden in der Krone verschlimmern sich von außen nach innen
• Die Schäden betreffen verschiedene Arten von Bäumen
• Die Bäume standen sowohl an ungünstigen (Straße) wie auch günstigen Standorten (Parks)
• Gesunde Bäume standen zwar in der gleichen Umgebung, waren aber durch Gebäude oder andere Hindernisse von den Mobilfunkwellen abgeschirmt.
siehe auch Siehe Artikel auf dieser Webseite
Schlüsselwörter: Einseitige Baumschäden, Mobilfunk, Dokumentierte Fälle

Studie-6: Verlässliche Biomarker im Blut

Autoren: Belpomme D, Campagnac C, Irigaray P. / veröffentlicht: 12/2015
Ein großer Teil der Kontroverse über die Ursachen der Elektrosensibilität (EHS) und Multiple Chemical Sensitivity (MCS) liegt darin begründet, dass sowohl anerkannte klinische Kriterien als auch objektive Biomarker für die breite Akzeptanz der Diagnose fehlen. Seit 2009 haben wir prospektiv, klinisch und biologisch, 1216 selbst gemeldete Fälle von EHS und / oder MCS untersucht. Wir berichten hier über unsere vorläufigen Daten, basierend auf 727 auswertbaren von 839 vorliegenden Fällen: 521 (71,6%) wurden mit EHS diagnostiziert, 52 (7,2%) mit MCS und 154 (21,2%) mit beiden EHS und MCS. Zwei von drei Patienten mit EHS und / oder MCS waren weiblich; das mittlere Alter betrug 47 Jahre.
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Originalquelle: www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26613326?dopt=Abstract

Studie-5: EMF beschleunigen Krebswachstum

Autoren: Lerchl A, Klose M, Grote K, Wilhelm AF, Spathmann O, Fiedler T, Streckert J, Hansen V, Clemens M
Zusammenfassung: Elektromagnetische Felder (EMF) unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte können das Wachstum eines bestehenden Tumors beschleunigen. Zu diesem Ergebnis kam ein Forscherteam um den Biologen Prof. Lerchl. Damit bestätigten sich die Ergebnisse einer Studie von Tillmann T. et al. aus dem Jahr 2010.
Tragende Mäuse wurden mit der krebserregenden Substanz Ethylnitrosoharnstoff (ENU) behandelt und die Nachkommen nach der Geburt lebenslang mit UMTS-Funkwellen befeldet. Im Vergleich zur Vorstudie wurden von Lerchl und Kollegen größere Gruppen an Versuchstieren benutzt und es wurden zwei zusätzliche Expositions-Stärken einbezogen. Auffällig war die höhere Anzahl vonTumoren in Lunge und Leber der befeldeten Tiere gegenüber der Gruppe von schein-exponierten Mäusen. Bezüglich der Häufigkeit von Tumoren im Gehirn, in den Nieren und in der Milz wurden keine signifikanten Unterschiede gefunden. Die Überlebensrate war in allen ENU-behandelten Gruppen signifikant niedriger als in den Kontrollgruppen. Die Studie wurde durch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) gefördert. Details sind nachzulesen unter http://www.emf-portal.de/viewer.php?l=g&aid=26622
Originalveröffentlichung: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25749340?dopt=Abstract
Schlüsselwörter: Krebs, Elektromagnetische Felder, Tumorwachstum

Studie-4: Signifikanter Rückgang klinischer Symptome nach Senderabbau – eine Interventionsstudie aus Japan

Autoren: Tetsuharu Shinjyo und Akemi Shinjyo, Okinawa/Japan
Veröffentlicht in Umwelt-Medizin-Gesellschaft Dezember 2014
Zusammenfassung: Bewohner eines Hochhauses in Okinawa klagten über gesundheitliche Beschwerden. Auf dem Hochhaus befanden sich drei Mobilfunkantennen. Die erste klinische Untersuchung fand während des Betriebs der Anlagen, die zweite Untersuchung mehrere Monate nach Stilllegung statt. Nach Senderabbau waren einige Symptome gänzlich verschwunden. Interessant ist die Auflistung spezifischer Symptome, die immer wieder im Zusammenhang mit Hochfrequenzbefeldung genannt werden.
Link zum UMG-Verlag: http://www.umg-verlag.de/umwelt-medizin-gesellschaft/414sh_z.pdf
Schlüsselwörter: Mobilfunk, Basisstation, Hochfrequenzstrahlung (HFS), elektromagnetisches Feld (EMF), gesundheitliche Probleme, Bewohner, Anwohner.

Studie-3: Einfluss von nichtionisierender Strahlung auf die Aktivität von Redox-Proteinen bei Rindern

Autoren: Michael Hässig et al., Universität Zürich, 6/2014
Veröffentlicht: BMC Veterinary Research http://www.biomed-central.com/1746-6148/10/136
Zusammenfassung: Die Studie untersucht den Einfluss von nichtionisierender elektromagnetischer Strahlung auf das Enzymsystem von Rindern. Das Experiment mit zehn Rindern dauerte insgesamt zehn Wochen. In dem Experiment hatte die nicht ionisierende Strahlung (NIS) zu Veränderungen in den Enzymaktivitäten geführt. Bestimmte Enzyme wurden deaktiviert, andere von NIS aktiviert.
Schlüsselwörter: Mobilfunkstrahlung, Enzymsystem von Rindern, Redoxsysteme, oxidativer Stress

Studie-2: Belastung von Embryonalzellen durch niedrig dosierte elektromagnetische Bestrahlung

Autoren: Burlaka, A., Yakymenko, I. et al., Bila Teservka (Ukraine)
Veröffentlicht: Experimental Onkology, April 2013, http://exp-oncology.com.ua/article/6079/overproduction-of-free-radical-species-in-embryonal-cells-exposed-to-low-intensity-radiofrequency-radiation?pdf
Zusammenfassung: Die Forschergruppe um Igor Yakymenko untersuchte Zellen von Wachtel-Embryonen, die über einen Zeitraum von 158 bis 360 Stunden Dauer mit niedrig dosierter elektromagnetischer Strahlung von 900 MHz befeldet (2500 μW/m²) wurden. Es zeigte sich, dass diese sieben bis maximal 15 Tage dauernde Bestrahlung zu einer statistisch bedeutsamen Erhöhung von freien Radikalen führte, nämlich um 50 bis 70%.
Schlüsselwörter: Befeldung von Wachtel-Embryonen. freie Radikale, Förderung der Krebsentstehung

Studie-1: Tumorsterblichkeit und Telefonbasisstationen in Belo Horizonte im brasilianischen Staat Minas Gerais

Autoren: Dode, Adilza, et al. Universidade Federal de Minas Gareis in Belo-Horizonte
Veröffentlicht: NCBI Pubmed, Juli 2011 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubme/21741680?dopt=Abstract
Deutsche Kurzfassung: Diagnose Funk
Zusammenfasssung: In der brasilianischen Großstadt Belo Horizonte wurde untersucht, ob ein räumlicher Zusammenhang zwischen Basisstation-Clustern und tumorbedingten Todesfällen besteht. Die Untersuchung umfasst den Zeitraum von 1996 bis 2006. Ebenfalls gemessen wurde das EMF-Belastungsniveaus in Gebieten mit hoher Senderdichte. Im Untersuchungszeitraum kam es zu 7191 tumorbedingten Todesfällen im Stadtgebiet. In einem Umkreis von 500 Metern um die Basisstationen lag die Sterberate bei 34,76 pro 10.000 Einwohner. Außerhalb dieses Bereichs kam es zu einer Abnahme der Zahl der tumorbedingten Todesfälle.
Schlüsselwörter: Tumorbedingte Todesfälle, dokumentierte Messwerte von Basisstationen, demographische Stadtbevölkerungsdaten

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