Mobile Sendeanlagen sollen bis zu zwei Jahre genehmigungsfrei bleiben

Diese Art der Funkversorgung ist bisher wenig bekannt

Bayern plant mobile Sendeanlage bis zu zwei Jahre genehmigungsfrei zu stellen. Doch weiß man noch nicht viel über diese Art der Funkversorgung. So setzt beispielsweise das Unternehmen O2 nach eigenen Angaben deutschlandweit sechzig mobile Funkstationen ein. Einsatzbereiche sind Großveranstaltungen, längere Baumaßnahmen an festen Standorten oder Krisensituationen nach Unwettern. Als Beispiele nennt das Unternehmen Veranstaltungen wie das Münchner Oktoberfest, die Düsseldorfer Rheinkirmes oder Open-Air-Festivals wie Rock im Park. An diesen Standorten sollen kurzfristig benötigte Sendeleistungen bereit gestellt werden. Angeboten werden alle aktuellen Funktechniken wie 2G-GSM, 4G-LTE und echtes 5G im Frequenzbereich von 3,5 bis 3,6 Gigahertz.
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Das Recht auf erweiterten Immissionsschutz bleibt bestehen

Mobilfunkoffensive der Bayerischen Staatsregierung

Nach den Plänen der Bayerischen Staatsregierung sollen Mobilfunkmasten bis zu einer Höhe von fünfzehn Metern im Innenbereich und einer Höhe von zwanzig Metern im Außenbereich genehmigungsfrei sein. Die Verbraucherschutzorganisation Diagnose Funk weist darauf hin, dass das Recht der Kommunen auf einen erweiterten Immissionsschutz nach der 26. Bundesimmissionsschutzverordnung (BimschV) unverändert bestehen bleibt.
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Gemeinderat steht hinter der Bürgerinitiative

Mobilfunksender Wirsberg Weissenbach

Der Auszug aus dem Bayernatlas zeigt die Ortsteile Weisenbach und Osserich

Kleine Ortsteile der Gemeinde Wirsberg wollen keinen Funkmast

Der nächste Mobilfunksender ist gut zwei Kilometer entfernt von den kleinen Ortsteilen Weißenbach, Cottenau und Osserich. Das bayerische Wirtschaftsministerium möchte das vermeintliche Funkloch möglichst schnell schließen und ist mit Betreibern in Kontakt getreten. Auf einer Anhöhe westlich von Weißenbach wurde ein geeigneter Standort ausgemacht. Doch rund achtzig Bürger sind anderer Meinung und haben sich bereits an einer Unterschriftenaktion beteiligt. Sogar Gewerbetreibende aus Osserich und Weißenbach sind mit der Funkversorgung zufrieden und wundern sich über die Einschätzung des Ministeriums.
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Welttag der Elektrohypersensibilität

Welttag Elektrohypersensibilität Ein gelbes Herz als internationales Zeichen
Am 16. Juni 2022 fand zum fünften Mal der „Welttag der Elektrohypersensibilität“ statt. Die Aktion hat ihren Ursprung in Frankreich, wo sie von der Organisation Cœurs d’EHS ins Leben gerufen wurde. Seit 2018 haben sich global zahlreiche Gruppen und Verbände dem Anlass angeschlossen. Am Welttag der Elektrohypersensibilität (EHS), werden gelbe Herzen in der Öffentlichkeit gezeigt, in sozialen Medien geteilt, leere gelbe Stühle auf funkbelastete öffentliche Plätze gestellt, um die vom öffentlichen Leben ausgeschlossenen Elektrohypersensiblen sichtbar zu machen! Der gelbe Stuhl symbolisiert diejenigen, die aufgrund künstlicher elektromagnetischer Strahlung erkrankt sind und daher nicht voll an unserer Gesellschaft teilnehmen können oder nicht mehr in unserer Mitte sind. Elektrohypersensible Menschen auf der ganzen Welt haben Schwierigkeiten sich im Alltag zu schützen, gehört zu werden und ihre schwerwiegende Umwelterkrankung anerkannt zu bekommen.
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Echtes 5G erkennt man an der kleineren Antennenform

5G-Mobilfunkantenne für Beamforming

5G-Antenne für Beamforming

„5G“ ist in erster Linie ein Marketing-Instrument

Der Begriff „5G“ hat nicht nur mit Technik zu tun. Er dient auch als willkommenes Marketinginstrument für die Industrie. Wer sich ein 5G-Handy kauft, will auch 5G haben. Deshalb leuchtet das Symbol für 5G auf dem Handy-Display, auch wenn kein schnelles 5G („5G fast“) angeboten wird. Telekom, Vodafone und Telefonica nutzen die Frequenzbänder unterhalb von 3 Gigahertz unterschiedlich. Im Band zwischen 758 bis 788 MHz bieten Telekom und Vodafone wahlweise 4G oder 5G an, Telefonica nur 5G. Im Frequenzbereich zwischen 1805 und 1880 Megahertz sind nur Vodafone und Telefonica mit 4G oder 5G vertreten. Die Telekom wiederum nutzt das ehemalige Band für UMTS (2110 bis 2170 Megahertz) seit 2020 für 4G oder 5G, abhängig davon, welche Smartphone-Generation die Anfrage stellt. Bei den angesprochenen Anwendungen im Frequenzbereich unterhalb von 3 Gigahertz steht nur eine maximale Kanalbandbreite von 20 Megahertz zur Verfügung. Deshalb ist das „unechte“ 5G etwa um den Faktor 10 langsamer.
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Eigenaktivität fördern anstatt unbegrenzten Medienkonsum hinnehmen

Wege zur gesunden Entwicklung von Kindern und Jugendlichen – Webinar Nr. 16 von Diagnose Funk

Dr. med. Michaela GöcklerDr. Michaela Glöckler (Bild links) ist Kinderärztin und Unterstützerin der Walddorfpädagogik. In einem lebhaften Vortrag ohne Ablenkung von Bildern oder Textvorlagen plädierte sie für eine Pädagogik mit allen Sinnen. Kinder unter zehn Jahren sollten noch gar keinen Kontakt zum Smartphone erhalten. Denn erst dann setze die emotionale Reifung ein. Für eine gesunde Entwicklung von Kindern gelten ähnliche Regeln wie für die Vorsorge von Altersdemenz. Viel Bewegung, soziale Kontakte, Einbeziehen von künstlerischen Elementen und schöne Sinneseindrücke aktivieren die Zellen im Gehirn und sorgen für neue Verschaltungen. „Chorsingen oder Tanzen sind für die Entwicklung des Gehirns besser als Kreuzworträtsel lösen“, ist Michaela Glöckler überzeugt. Eltern sollten den Kindern lieber eine Geschichte vorlesen als ihnen ein Hörbuch zu geben. Denn während des Vortrags sehen sie sofort die Reaktionen der Kinder und können darüber sprechen.
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WLAN-Strahlung auf der Spur

Elektrosmogexperte gibt Tipps für den Alltag

Elektrosmogexperte Michael MullImmer mehr WLAN-Anwendungen schleichen sich in unseren Alltag. In Fernsehapparaten sind kleine Sender fast schon Standard. Kabellose Lautsprecherboxen enthalten zwangsläufig ein Funkmodul. Aber WLAN kann mittlerweile im Herd, im Kühlschrank oder sogar in der Kaffeemaschine eingebaut sein und auch in Spielsachen für kleine Kinder. Um so wichtiger ist es für die Anwenderin oder den Anwender, jeweils die Gebrauchsanweisung vor Inbetriebnahme zu lesen oder besser noch … diese Geräte nicht zu kaufen. „Fragen Sie den Verkäufer, ob ein Funkmodul im Haushaltsgerät enthalten ist“, rät Michael Mumm aus Hamburg (siehe Foto links), der sich auf Verbraucherfragen spezialisiert hat. In der Webinarserie von Diagnose Funk gab der Fachberater für Elektrosmog einige wertvolle Tipps im Umgang mit funkenden Geräten im häuslichen Umfeld.
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Mobilfunkstrahlung kann oxidativen Stress auslösen

Berenis-Report untersucht oxidativen Stress in Zellen

BAFU veröffentlicht aktuelle Studie

Das Bundesamt für Umwelt in der Schweiz (BAFU) berief eine Expertengruppe unter der Leitung von Prof. Meike Mevissen und Dr. David Schürmann ein, um Erkenntnisse darüber zu erhalten, ob Mobilfunkstrahlung oxidativen Stress in Zellen auslösen kann. Als Ergebnis der umfangreichen Forschungen wurde im April 2021 der BERENIS-Report veröffentlicht. Die Forschenden aus Bern und Basel untersuchten über hundert relevante Tier- und Zellstudien zwischen den Jahren 2010 und 2020, die für den Menschen von Bedeutung sein können.
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Zehn Freitagswebinare Risiko Mobilfunk im Rückblick

Hype um 5G

Kostenlose Weiterbildung für Bürgerinitiativen

Mitglieder eines neu gegründeten, überregionalen „Netzwerks Risiko Mobilfunk“ konzipierten eine zehnteilige Seminarreihe zu aktuellen Mobilfunkthemen. Unter der Federführung von Diagnose Funk kamen Fachleute aus Technik, Recht und Verwaltung zusammen und hielten jeweils am Freitag Vorträge mit einer Länge von etwa 45 Minuten. Anschließend konnten die Webinarteilnehmer Fragen formulieren, welche das Moderatorenteam an die Referenten weiterleitete. Alle Webinare sind auf der Videoplattform „youtube.com“ abrufbar (siehe unten)
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BI Mainleus kämpft für Kabel im Klassenzimmer

Protest gegen WLAN in Mainleus

Protest gegen WLAN in Mainleus

Die sehr aktive Bürgerinitiative „Weniger Funk – glücklich und gesund“ in Mainleus (Landkreis Kulmbach) appellierte vor der Gemeinderatssitzung im Mai 2021 an die Räte, auf eine WLAN-Ausstattung in der Grund- und Mittelschule zu verzichten und stattdessen eine Datenverbindung per Kabel zu ermöglichen. Mit Transparenten machten sie ihre Forderungen sichtbar. Im Vorfeld hatte die Gruppe um Alexander Kaiser die Gemeinderäte mit einem umfangreichen Schriftstück informiert.
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