Kategorie-Archiv: Standortkonzept

Gemeinden könnten mehr für ihre Bürger tun

Bürgerproteste wegen fehlender Informationen zu Standorten

In mehreren Kommunen in Nordbayern fühlen sich Bewohner bei der Suche nach Alternativstandorten für Mobilfunksender im Stich gelassen. In Orten wie Grafengehaig, Burghaig oder Weidmannsgesees baut sich sich deshalb Bürgerprotest auf, der sich gegen die Gemeindevertreter richtet.So zum Beispiel in Weidmannsgesees, einem kleinen Ortsteil der Gemeinde Pottenstein im Landkreis Bayreuth. Nur 57 Bewohner leben dort und sie wurden nicht danach gefragt, dass am Ortsrand ein großer Sendemast entstehen soll.
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Bürger aus Schwarzach beantragen ein Mobilfunkkonzept

Vortrag von Uli Weiner in Schwarzach

Organisator Frank Müller stellt Uli Weiner dem Publikum vor

Die neu gegründete Initiative sucht das Gespräch mit dem Bürgermeister

Aus dem Protest gegen einen Sendemast im Zentrum von Schwarzach hat sich nun die „Initiative Mobilfunk“ gegründet. Das Ziel wurde klar formuliert: die Gemeinde Mainleus soll ein kommunales Mobilfunkkonzept erstellen und damit für eine minimale Strahlenbelastung sorgen. In der Zwischenzeit sollen regelmäßig Gespräche zwischen Gemeindeverwaltung und Bürgerinitiative stattfinden. Bürgermeister Robert Bosch zeigt sich bisher für das Thema aufgeschlossen. Am 16. Juli 2019 lud er zu einem Bürgerinformationsabend in die Gaststätte Fränkischer Hof in Mainleus ein. Mit einer Liste von 170 Unterschriften verlieh Rainer Witzgall von der „Initiative Mobilfunk“ dem Anliegen Nachdruck. Die nächste Gesprächsrunde mit dem Bürgermeister soll schon am 15. Oktober 2019 stattfinden. In der Zwischenzeit holte die Initiative den Mobilfunkkritiker Uli Weiner zu einem Vortrag nach Schwarzach.
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Bürgerprotest in Schwarzach kippte die Standortentscheidung

Schwarzach will keinen Sender im Ortszentrum

Ein Funkmast sollte in der Ortsmitte gebaut werden

Im Herbst 2018 hatte es bereits im unterfränkischen Stockheim massive Proteste gegen einen Sendenmasten mitten im Ort gegeben. Inwischen fand in dem kleinen Dorf in der bayerischen Rhön ein Bürgerbegehren mit erfreulichen Ausgang für die Mobilfunkgegner statt: 316 von 574 Bürgern stimmten gengen den Funkmast in der Ortsmitte (65%). Kürzlich schreckten auch die Bewohner in Schwarzach auf: ein Funkturm der Telekom sollte im Zentrum platziert werden.
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Mobilfunkkonzept Hof – ein schief sitzendes Korsett

Diskussionsbedarf bezüglich Ausschreibungstext

Jahrelang hatte sich die Bürgerinitiative Mobilfunk Hof und die FAB-Fraktion im Stadtrat um ein kommunales Mobilfunkkonzept bemüht. Im Oktober 2018 sollte plötzlich alles sehr schnell gehen. Mit Unterstützung des Landesamts für Umwelt (LfU) legte das Stadtplanungsamt Hof dem Bauausschuss ein Ausschreibungskonzept vor, nach welchem eine Fachfirma für die Immissionsmessungen und die Standortplanung zu suchen wäre. Im September 2018 hatte der Stadtrat im Rahmen eines Nachtragshaushalts Mittel für die Erstellung eines Mobilfunkkonzepts bereit gestellt.
Die Bürgerinitiative zog nach Kenntnisnahme des Konzepts Rechtsanwalt Dr. Wolf Herkner zur Beratung hinzu. Dieser kam zu dem Ergebnis, dass die Vorgaben der Verwaltung ein „schief sitzendes Korsett“ seien, das am ehesten noch den Netzbetreibern gefallen würde.
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Vodafone baut jetzt doch in Hollfeld

Mobilfunksender in HollfeldJahrelang hatte sich Vodafone geziert, einen Standort außerhalb der Wohnbebauung zu verwenden. Vielmehr teilte man der Kommune offen mit, dass der Betreiber am weiteren Mobilfunkausbau nicht interessiert sei.
Zur Vorgeschichte: Hollfeld wollte nach dem Abbau einer Sendeanlage keinen neuen Mobilfunksender innerorts zulassen und hatte vor dem Amtsgericht geklagt. Als Folge verdonnerte der Richter die Gemeinde dazu, ein Mobilfunkgutachten in Auftrag zu geben. Die Gemeinde nahm dafür 15.000 Euro in die Hand und hatte dadurch die Möglichkeit, seinerseits geeignete Standorte vorzuschlagen. Vodafone reagierte beleidigt und gab an, „seine Investitionsmittel in andere Regionen des Freistaats zu verlagern“.
Wie der Nordbayerischer Kurier am 24.1.18 mitteilte, schwenkt der Mobilfunkriese nun um. Eine Sendeanlage soll am westlichen Ortsrand im Abstand von fünfhundert Metern zur Wohnbebauung auf einem staatlichen Gebäude errichtet werden.