Vortrag von Dr. Monika Krout in Bayreuth

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Dr. Monika Krout mit Franz Mayerhofer

Dr. med. Monika Krout mit Tagungsleiter Franz Mayerhofer

Vorstandsmitglied der Kompetenzinitiative spricht im Lindenhof

Netzwerk Risiko Mobilfunk Oberfranken unterstützt gerne die jährliche Vortragsreihe der Arbeitsgemeinschaft Wohn- und Baubiologen in Bayreuth, denn Tagungsleiter Franz Mayerhofer gelingt es immer wieder, hochkarätige Referenten zum Thema Elektrosmog einzuladen. Am Freitag, dem 19. Mai, war die Ärztin Dr. Monika Krout (Kruut gesprochen) aus Aachen im Umweltschutzinformationszentrum Lindenhof zu Gast.

Mobilfunk und Gesundheit

Monika Krout bezieht ihr Wissen um gesundheitliche Probleme mit Mobilfunk nicht nur aus wissenschaftlichen Studien, sondern in erster Linie durch Kontakt mit Patienten in ihrer Praxis. “Inzwischen klagen Patienten über Beschwerden, die früher selten vorkamen”, beginnt die Ärztin ihren Vortrag. “Erschöpfungssymptome, Unruhe, Kopfschmerzen, Burnout, ADHS und epileptische Anfälle, auch schon bei jüngeren Menschen”. Krout differenziert dabei zwischen Kindern und Jugendlichen sowie älteren Menschen. “Erwachsene spüren den Elektrosmog weniger, Jugendliche hingegen ignorieren die Ursachen”, ist sich die Ärztin sicher.

Handy-Telefonate belasten wichtige Organe im Kopfbereich

Mit Hilfe einer Fotomontage zeigt Monika Krout auf, welche Bereiche am Kopf besonders von der Befeldung betroffen sind: Augen, Ohren und Gehirn. Die Folge sind Augentumore, Tumore der Ohrspeicheldrüse und Hirntumore. Besonders bei Kindern ist der Abstand zwischen Kopfoberfläche und Gehirn sehr gering. Die Funkwellen dringen bei dieser Altersgruppe tiefer in das Gewebe ein. Die Ärztin kämpft darum, dass ein deutschlandweites einheitliches Krebsregister eingerichtet wird. Unterstützung findet sind sie bei der Kompetenzinitiative. Seit 2016 engagiert sich Monika Krout im Vorstand des mobilfunkkritischen Vereins.

Kritische Mobilfunkstudien sind zur Genüge vorhanden

Das EMF-Portal (www.emf-portal.org) der RWTH Aachen listet beinahe täglich neue Studien zu Elektrosmog und Gesundheit auf. Monika Krout fordert in ihrem Vortrag die gesetzgebenden Stellen und die Industrievertreter in Deutschland auf, diese wissenschaftliche Hinweise ernst zu nehmen, anstatt die bekannten Gesundheitsprobleme im Zusammenhang mit Mobilfunk zu verharmlosen. “Kontrollierte Studien sind nur im Labor möglich”, so die Ärztin. “Doch warum werden Studienergebnisse mit Ratten bei kosmetischen Produkten anerkannt, bei elektromagnetischen Feldern aber nicht?”

Krebsfälle rund um Sendemasten dokumentieren

Als Ergänzung zu den wissenschaftlichen Studien sollte jeder Bürger die Augen offen halten, wenn Krebsfälle rund um einen Sendemasten bekannt werden. Dr. Krout hat in ihrem 1200-Einwohner-Ort mindestens 15 Krebsfälle in der Nähe eines Mobilfunksenders registriert und die Erkenntnisse an das Gesundheitsamt gemeldet. Selbst betreibt die Ärztin kleinere Studien, in dem sie Betroffene mit einem Dosimeter für elektromagnetische Felder und einem EKG ausstattet. Eigenen Auswertungen zufolge, ergeben sich Parallelen zwischen Ansteigen der Feldstärke und der Herzschlagfrequenz.

Auch in Entwicklungsländern werden Menschen süchtig durch Mobiltelefone

Regelmäßige Auslandseinsätze führen Monika Krout auf die Philippinen, nach Indien oder nach Tanzania. Besonders in Afrika sind ihr suchtartige Züge bei Menschen aufgefallen. Familien haben oft nichts zu essen, leisten sich aber ein Smartphone. Manche Frauen legen kilometerlange Touren zurück, um ihr Handy aufzuladen oder verstecken ihr mobiles Gerät nachts unter dem Kopfkissen, damit es nicht gestohlen wird.

Zwei krasse Fälle aus Deutschland

Auch in Deutschland sind Monika Krout krasse Fälle in Zusammenhang mit Funkstrahlung bekannt geworden. “Ein Jugendlicher klagte über Schlafstörungen. Ein Hinterfragen der Familiensituation ergab, dass der junge Mann nach Scheidung der Eltern zu seinem Vater in ein Smart-Home gezogen war. Vollgepackt mit elektronischem Gerät und WLAN-Sendern, wurde in dem Haus eine überdurchschnittliche Elektrosmogbelastung gemessen. Erst ein erneuter Umzug ließ die Schlafprobleme wieder verschwinden”.
Ein weiterer Fall blieb der Ärztin in Erinnerung: bei einem älteren Mann trat plötzlich eine nächtliche Demenz auf. Er konnte sich in dieser Zeitphase an nichts mehr erinnern. Nachforschungen ergaben, dass im Schlafzimmer des Mannes ein Babyphon mit einem starken WLAN-Sender aufgestellt wurde, um auffälliges Verhalten zu überwachen. Erst als sich die Betroffenen die Situation klar machten und das Babyphon wieder entfernten, waren auch die Gedächtnisstörungen des Mannes wie weggeblasen.

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